Reifröcke und Crinoline

Reiferöcke, Pochen und Bouffanten

Etwa um 1710 kommt der Reifrock, ein Import aus Spanien, wo er nach Frankreich einwanderte. Die schweren mit Perlen und Edelsteinen bestickten Oberkleider benötigten diesen Halt des Reifrocks um Ihre volle Faltenpracht zu entfalten. Das dieser Umfang die Bewegung nur in großzügigen Räumen erlaubte, versteht es sich von selbst, dass der Reifrock ein Accessoire der gehobenen Schichten war. Er diente der Repräsentanz. Die Mittelklasse nutzte ihn nur als Putz bei großen Festlichkeiten. Als kleine Anekdote. es wird gesagt, die Damen hätten ihn vielfach benutzt um ihre Schwangerschaften zu verbergen. Ihr Zustand störte bei Geselligkeiten.

Auf den Reifrock folgen die Poschen,  Ein Gebilde, dass links und rechts auf den Hüften angebracht wurde. So sah die Erscheinung von vorn und hinten aus als trüge man einen Reifrock. Sie waren aber deutlich bequemer als der Reifrock. Und auf die Puschen folgten die Bouffanten, um das Erscheinungsbild erneut zu verändern. Hierbei wird die Betonung der weiblich Figur von den Hüften auf das Gesäß verlagert. „Mit unmißverständlicher Deutlichkeit wird nun diejenige Körperpartie der Frau hervorgehoben, auf die es in der Geschlechterbeziehung viel mehr ankommt als auf die Hüften." (Zur Geschichte der Unterwäsche 1700-1960, Historische Museum Frankfurt, Almut Junker und Eva Stiller)


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